Über den Stolz, seine Ambivalenz und Wichtigkeit
Lied: Born this way (Lady Gaga)
Hereinkommen eines Stelzengehers
Dialog mit einem Schüler
Lehrer geht mit den Stelzen eine Runde im Innenhof
Schüler: Hey, Herr Prof. warum gehen sie heute auf Stelzen?
Lehrer: Ich wollte heute das Thema unserer interrel. Abschlussfeier – „Stolz“ – mal ganz wörtlich nehmen.
Schüler: Das verstehe ich jetzt nicht.
Lehrer.: Das Wort „Stolz“ kommt eigentlich von „stelzen“/“stolzieren“. Wer größer wirkt als andere, fällt auf und kann aufzeigen.
Schüler: Das klingt irgendwie nach Überheblichkeit. Also heißt stolz sein ursprünglich gar nicht nur unbedingt, dass man etwas gut gemacht hat?
Lehrer.: Genau. Und diese unterschiedlichen Zugänge zum Thema „Stolz“ wollen wir heute thematisieren.
Schüler: Mir fällt dazu sofort ein… Auf unsere Fußball-Nationalmannschaft, können wir echt stolz sein, obwohl sie dann gegen Spanien ausgeschieden sind.
Lehrer.: Wir können stolz sein auf unsere schulischen Leistungen, auf die sportlichen Erfolge und selbst gebauten Projekte (Hinweis Jahresbericht).
Schüler: Stolz sein, können wir auch auf unsere Familie und Herkunft.
Lehrer.: Genau. Vielleicht braucht es dafür heute keine Stelzen mehr, um nicht abgehoben zu wirken. Es geht um eine aufrechte Haltung und Freude über das Erreichte. Damit müssen wir uns nicht über andere stellen.
Eröffnung durch einen christlichen Zelebranten: als Chrsiten beginnen wir mit dem Kreuzzeichen. Es bleibt aber jdem selber überlassen, wie er beginnen möchte.
Text: Worauf wir stolz sein können (Helena, 2 Schüler)
Ich bin stolz…
… auf meinen Ehrgeiz und mein Durchhaltevermögen.
… auf mein selbst programmiertes Computerspiel.
…, dass ich die erste Klasse geschafft habe.
…, dass ich meinen Sitznachbarn zum Lachen gebracht habe.
… auf meine persönliche Leistung.
Mit Stolz erfüllt/erfüllen mich…
… kleine und große Fortschritte.
…, dass ich es jeden Morgen geschafft habe aufzustehen.
… dass Österreich nach 28 Jahren wieder bei der WM teilgenommen hat.
… die Verbundenheit zu meinen Freunden und zu meiner Familie.
… meine Hobbies und das Musizieren.
Überleitung zum Lied: Steiermark (STS) Hinweis auf den dummen (fakschen) Stolz
Text (Henrike Grünanger)
Der italienische Dichter Dante Alighieri hat vor über 700 Jahren ein Buch geschrieben, die Göttliche Komödie. Darin reist er durch das Jenseits und sieht Menschen, die im Leben zu stolz und hochmütig waren. Er bescheibt sie mit einem mächtigen Bild: Diese Menschen müssen im Fegefeuer riesige, tonnenschwere Felsbrocken auf dem Rücken tragen. Sie sind so schwer, dass sie den Kopf nicht mehr heben können. Sie gehen tief gebeugt und schauen zu Boden.
Warum dieses Bild?
Dante wollte zeigen: Falscher Stolz macht uns nicht groß. Er macht uns schwer. Er drückt uns nieder. Er isoliert uns. Wenn wir in der Schule oder im Leben nir noch darauf schauen, besser, cooler oder erfolgreicher zu sein als alle anderen, laden wir uns selbst einen unsichtbaren Stein auf den Rücken. Falscher Stolz sagt: „Ich bin besser als du.“ Dieser Stolz baut Mauern. Er sorgt dafür, dass wir den Blick für die Menschen um uns herum verlieren; für die Freunde, die uns unterstützt haben, für die Eltern, die uns den Rücken freigehalten haben, für die Lehrpersonen, die an uns gegalubt haben.
Auch Dante selbst, der geniale Dichter, ging an diesen leidenen Menschen vorbei und merkte plötzlich: „Halt stopp, das betrifft mich auch.“ Er fing an, sich mit ihnen zu bücken. Er erkannte seinen eigenen Hochmut. Genau in diesem Moment, wo er seine Verwu´ndbarkeit zugab, begann die Heilung.
Bibelstelle Ps 8, 5-6 und Ansprache über die Wert und die Würde, über falschen und richtigen Stolz
Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, du hast ihn gekrönt mit Pracht und Herrlichkeit.
Überleitung zum Lied: Hymn (BJH) Hymne auf Christus, Stolz auf unseren Glauben
Segen für die Ferien
Stolz und Erholung: Zulassen.
Schultasche und Hauspatschen: Stehen lassen.
Fernseher und Computer einmal: Auslassen.
Die Tür zum Klassenzimmer: Zu lassen.
Hefte und Bücher: Liegen lassen.
Ruhe und Sonntagsfrieden: Einlassen.
Den morgigen Tag und die kommende Woche: Offen lassen.
Und jetzt: Ferienstimmung aufkommen lassen.
Dazu segne uns Gott.
(nach Angelika Wolff)
Abschluss durch en Zelebranten und unter den Segen Gottes stellen
Danke und Überleitung zum Lied: Proud Mary (Aufbruch, unterwegs sein, Sehnsucht nach Freiheit, Stadt versus Natur …)