{"id":675,"date":"2013-01-02T16:23:24","date_gmt":"2013-01-02T16:23:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gazophylacium.org\/?page_id=675"},"modified":"2013-01-04T15:42:30","modified_gmt":"2013-01-04T15:42:30","slug":"bilder-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gazophylacium.org\/?page_id=675","title":{"rendered":"Historische Bilder"},"content":{"rendered":"<p title=\"Andrei Rubljow\"><a href=\"https:\/\/www.gazophylacium.org\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Logo_klein.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-679 alignright\" title=\"Logo_klein\" src=\"https:\/\/www.gazophylacium.org\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Logo_klein.gif\" alt=\"\" width=\"136\" height=\"72\" srcset=\"https:\/\/www.gazophylacium.org\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Logo_klein.gif 379w, https:\/\/www.gazophylacium.org\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Logo_klein-300x158.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 136px) 100vw, 136px\" \/><\/a><\/p>\n<p title=\"Andrei Rubljow\">Im 1. Jt. haben sich Theologen und Konzilien gedanklich mit der im Neuen Testament vorgeblideten Drei-Einheit-Gottes befasst. Dabei spielen auch Sprachbilder und Metapher eine wesentliche Rolle. Die bildhafte und fig\u00fcrliche Darstellung tritt im 2. Jt. in den Vordergrund. Die \u00e4lteste bildliche Darstellung beruht auf dem typologisch gedeuteten <em>Besuch der drei M\u00e4nner<\/em> bei Abraham in Mamre (Gen 18,1\u201316). Dabei werden drei gleich aussehende, junge M\u00e4nner nebeneinander dargestellt. Das fr\u00fcheste erhaltene Beispiel findet sich in der Katakombe an der Via Latina und stammt aus dem 4. Jahrhundert. Sp\u00e4tere Darstellungen stellen die drei M\u00e4nner an einem Tisch sitzend dar und f\u00fcgen ihnen Merkmale der Engeldarstellung bei. Als H\u00f6hepunkt dieses Bildtyps kann die Ikone von Andrei Rubljov aus dem 15. Jahrhundert gesehen werden.<\/p>\n<p title=\"Andrei Rubljow\">TAFEL1\u00a0 Bad Aussee, Spitalskirche, Altartafel\u00a0 (1449):\u00a0 \u201eGnadenstuhl\u201c<\/p>\n<p>Ist Gott nur ein gerechter Richter?<br \/>\nDer Gnadenstuhl zeigt sich hier als Richterstuhl. Gott-Vater thront darauf als Richter mit strengem Blick. Er fordert Genugtuung f\u00fcr alle begangenen S\u00fcnden. Nur der ihm ebenb\u00fcrtige Sohn vermag dem Vater solche Genugtuung zu leisten. Gott hat ihn dazu bestimmt, S\u00fchne zu leisten durch sein Blut\u201c (R\u00f6m 3,25).<br \/>\nDieses Bild scheint ganz streng und starr zu sein.\u00a0 &#8211;\u00a0 Doch bei genauerem Hinsehen ist eine doppelte Bewegung zu erkennen: ein Hinauf und ein Herunter.<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0Gott-Vater sitzt auf seinem Thron. Er nimmt das Opfer des Sohnes \u2013 Vater, in deine H\u00e4nde lege ich meinen Geist. (Lk 23,46) \u2013 an. Das ist die aufsteigende Linie; und<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0Er gew\u00e4hrt die Gnade der Erl\u00f6sung durch den Tod (und die Auferstehung) seinen Sohnes in der Kraft des Heiligen Geistes. Das ist die absteigende Linie.<br \/>\nDer Blick auf den Sohn, der in seinem Sterben auch mein Sterben, auf sich genommen hat, teilt eine tr\u00f6stende Botschaft mit: \u201eEine gr\u00f6\u00dfere Liebe hat niemand als einer, der sein Leben hingibt f\u00fcr seine Freunde\u201c (Joh\u00a0 15,13),\u00a0 ja, der sogar seine Feinde durch seine Liebe \u201eent-feindet\u201c (Pinchas Lapide) und so zu Freunden macht in der Kraft seines Geistes, den er sterbend als seinen Liebes\u00acbrief aufgibt, damit er \u2013 auch bei mir \u2013 ankommt.<br \/>\nLiebt einander, wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben!\u00a0 (Joh 15,12)<br \/>\nPhilipp Harnoncourt, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 2\u00a0\u00a0\u00a0 St.Lambrecht, Schloss-Kapelle, Schnitzaltar (um 1530): \u201eTrinitarische Marienkr\u00f6nung\u201c<\/p>\n<p>Erhoben zur himmlischen K\u00f6nigsw\u00fcrde<br \/>\n\u201eSelig bist du, Maria, weil du geglaubt hast, dass sich erf\u00fcllt, was der Herr dir sagen lie\u00df!\u201c<br \/>\n(Lk 1,45). Der Mittelschrein eines Marienaltars \u00f6ffnet einen Blick in \u201eden K\u00f6nigspalast, in die ewige heilige Stadt\u201c, Christus l\u00e4sst seine Mutter an dieser Herrlichkeit teilnehmen; er zeigt es, indem er ihr \u2013 in Gemeinschaft mit dem Vater und dem Heiligen Geist \u2013 die Krone reicht. Christus selber gen\u00fcgen zum Erweis seiner Herrschaft das Zepter und der Sitz zur Rechten des Vaters. In der Krone \u00fcber dem Haupt Mariens kreuzen sich die Bildachsen:<br \/>\nDie eine Achse f\u00fchrt von der Geisttaube zur Jungfrau\u00a0 &#8211;\u00a0 und die andere vom Vater zum Sohn: Wie Vater und Sohn \u00fcber die Krone der Gottesmutter verbunden sind, so sind es auch der Heilige Geist und die Jungfrau Maria.<br \/>\nHubert Gaisbauer, Krems a.d.Donau<\/p>\n<p>TAFEL 3\u00a0\u00a0\u00a0 Basilika Seckau, Bischofs-Kapelle, Schnitzaltar (1489): \u201eTrinitarische Marienkr\u00f6nung\u201c<\/p>\n<p>Der eine Gott ist mehr als einer.<br \/>\nDiese Darstellung der Dreifaltigkeit ist eine Botschaft:<br \/>\nGott ist einer.\u00a0 &#8211;\u00a0 Gott ist mehr als einer.<br \/>\nEr ist die F\u00fclle: Ein K\u00f6rper, zwei H\u00e4nde, zwei F\u00fc\u00dfe, drei K\u00f6pfe. Ein Wesen und drei Personen.<br \/>\nGott ist ein lebendiger Gott.<br \/>\nGott ist nicht einsam, denn er ist ein Gott, der mit uns Menschen mitf\u00fchlt. Er hat auf Erden gelebt wie wir, mit allen Freuden und mit allem Scheitern.<br \/>\nGott wirkt als Dreifaltiger. Alle drei Personen haben gemeinsam nur zwei H\u00e4nde.<br \/>\nGott, der Dreifaltige, kr\u00f6nt Maria.\u00a0 &#8211;\u00a0 Der Mensch ist f\u00fcr ihn das Wichtigste.<br \/>\nGott ist der Drei-Eine.<br \/>\nEr ist mehr und gr\u00f6\u00dfer, als wir ihn in unseren k\u00fchnsten Tr\u00e4umen uns vorstellen k\u00f6nnen.<br \/>\nVergessen wir das Bild, wenn wir seine Botschaft vernommen haben, denn sich den Drei-Einen mit drei K\u00f6pfen vorzustellen, ist unsinnig.<br \/>\nP. Severin Schneider OSB, Abtei Seckau<\/p>\n<p>TAFEL 4\u00a0\u00a0\u00a0 Mariazell, Basilika, Hochaltar von Johann Bernhard Fischer v. Erlach\u00a0 (1705)<\/p>\n<p>Der Drei-Eine rettet die Menschheit und die Welt<br \/>\nDer Weg unz\u00e4hliger Pilger, die aus vielen L\u00e4ndern nach Mariazell kommen, f\u00fchrt zun\u00e4chst zur Gnaden-Kapelle. Im alten Gnadenbild h\u00e4lt Maria das Jesus-Kind den Pilgern vor Augen.<br \/>\nAm Hochaltar aber zeigt ihnen Gott, der ewige Vater, selbst seinen gekreuzigten Sohn. Er hebt ihn aus Leiden und Tod empor zur goldenen Sph\u00e4re des Himmels, in deren Zentrum sich der Heilige Geist in Gestalt einer Taube zeigt, umgeben von goldenen Strahlen.<br \/>\nDieser himmlische Goldglanz steht im Kontrast zum k\u00fchlen Silber des gekreuzigten Leibes Christi und der Gestalt Gott-Vaters, der in die Sph\u00e4re des menschlichen Leidens und Sterbens abgestie-gen ist, um seinen Sohn in die Glorie des Himmels emporzuheben.<br \/>\nGott erscheint hier nicht als der strenge Richter, der nur durch das Blut seines Sohnes mit der s\u00fcndigen Menschheit vers\u00f6hnt werden kann, sondern als der liebende, barmherzige Vater, der in seinem Sohn die Schuld der Welt auf sich genommen hat.<br \/>\nSosehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen Sohn f\u00fcr uns hingab.<br \/>\nWer an ihn glaubt, hat Teil an seinem Leben!\u00a0 (Joh 3,16)<br \/>\nDi\u00f6zesanbischof Egon Kapellari, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 5\u00a0\u00a0\u00a0 Murau\u00a0 und\u00a0 Rothenthurm, Hinterglasbilder nach alten Originalen: \u201eDas Drei-Gesicht\u201c<br \/>\n\u201eHerr, lass dein Angesicht \u00fcber uns leuchten!\u201c<br \/>\nDas alttestamentliche Beten, das durch die Psalmen christliches Beten geworden ist, kennt alle H\u00f6hen und Tiefen des Lebens. Und das Suchen nach der Gegenwart Gottes findet einen einpr\u00e4g-samen Ausdruck: \u201eHerr, lass dein Angesicht \u00fcber uns leuchten!\u201c (Ps 4,7)<br \/>\nDahinter steht die Erfahrung, dass Gott uns in seiner Erhabenheit entzogen ist. Gott erscheint uns wie ein Versprechen aus einer l\u00e4ngst vergangenen Zeit.<br \/>\nWird es eingel\u00f6st werden?\u00a0 &#8211;\u00a0 Wird Er es einl\u00f6sen?<br \/>\nDie Darstellung des drei-einen Gottes als \u201eDrei-Gesicht\u201c ist eine Antwort auf diesen Ruf. Der unfassbare Gott ist aus seiner Verborgenheit herausgetreten und hat uns tats\u00e4chlich sein Angesicht zugewendet:<br \/>\nIm Leben der Erzv\u00e4ter Abraham, Isaak und Jakob, im Wirken der Propheten, zuletzt und ganz anders in Jesus von Nazareth, dem Mensch gewordenen Gottessohn.<br \/>\nGott hat sich zu erkennen gegeben als einer, der auf uns schaut. Er hat auf das Suchen, Fragen und Beten der Menschen geantwortet. Nicht so wie wir ihn uns vorstellen, sondern als ein Gott, der auch in seiner Zuwendung das Geheimnis\u00a0 der \u201eDrei-Eins-heit\u201c ist und bleibt.<br \/>\nGeheimnisvoll ist Gottes Blick, und doch: Welche N\u00e4he und welche geheimnisvolle Umsicht. Er nimmt uns,\u00a0 ja, er nimmt mich in seinen Blick. Und ich darf gewiss sein: ich stehe nicht dem Nichts gegen\u00fcber, sondern diesem Gott, der mir sein Gesicht zuwendet.<br \/>\nBernhard K\u00f6rner, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 5A\u00a0\u00a0\u00a0 St.Ulrich (Utsch) bei Bruck a.d.Mur, \u00d6lbild (vor 1700):<br \/>\nVom \u201eDrei-Gesicht\u201c zum \u201eDrei-Kopf\u201c<br \/>\nWer ist und was bedeutet diese Gruppe von Wirrk\u00f6pfen?<br \/>\nBei l\u00e4ngerem Betrachten ist zu erkennen, dass ein erstes Dreifaltigkeits-Bild \u2013 ein einziger Kopf mit drei Gesichtern, von denen eines auf den Betrachter gerichtet ist, die zwei anderen aber geradeaus nach rechts und nach links blicken, schon bald nach seinem Entstehen ver\u00e4ndert worden ist.\u00a0 &#8211;\u00a0 Es ist aber ein Dreifaltigkeits-Bild geblieben.<br \/>\nDas \u201eDrei-Gesicht\u201c wurde zum \u201eDrei-Kopf\u201c erweitert<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0durch geringf\u00fcgige Erg\u00e4nzungen rechts und links\u00a0 und<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0durch Hinzuf\u00fcgen von Trennlinien rechts und links neben dem mittleren Gesicht.<br \/>\nDas Bild mit seinen \u00c4nderungen gibt Einblick in das Ringen um die richtige und am ehesten verst\u00e4ndliche Ausdrucksweise f\u00fcr die Einsheit wie auch f\u00fcr die Dreiheit Gottes.<br \/>\nChristen bekennen, dass sie an einen Gott glauben \u2013 daher ist nur ein K\u00f6rper mit zwei Schultern und zwei Armen zu sehen \u2013, der sich aber in drei-facher, besser gesagt: in drei-personaler Weise den Menschen offenbart.<br \/>\nDaher zuerst drei Gesichter an einem Kopf, dann drei K\u00f6pfe auf einem K\u00f6rper.<br \/>\nPhilipp Harnoncourt, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 6\u00a0\u00a0\u00a0 Bruck a.d.Mur, Minoritenkirche, Holzplastik (1664):\u00a0 Hl. Familie &#8211; Flucht nach \u00c4gypten<\/p>\n<p>\u201eAus \u00c4gypten habe ich meinen Sohn gerufen\u201c<br \/>\nEin unbekannter G\u00f6nner lie\u00df diese Tafel schnitzen \u201ezu Lob und Ehre der heiligen Dreieinigkeit und der reinsten Jungfrau Maria\u201c.<br \/>\nGott-Vater und die Geist-Taube erscheinen auf einer Wolke, w\u00e4hrend die Gruppe der Fl\u00fcchtenden unter schattenspendenden B\u00e4umen an einem Bach Rast macht. Der Knabe Johannes, der sp\u00e4ter Jesus am Jordan taufen wird, ist auch dabei.<br \/>\nGanz selten ist der Drei-Eine auf dem Flucht-Bild zu sehen. Eine schl\u00fcssige Erkl\u00e4rung daf\u00fcr ist im biblischen Text zu finden: Matth\u00e4us erz\u00e4hlt von Josephs Traum und von der anschlie\u00dfenden Flucht mit Mutter und Kind nach \u00c4gypten (Mt 2,15) und er den zitiert Prophet Hosea: \u201eAus \u00c4gypten habe ich meinen Sohn gerufen.\u201c (Hos 11,1)<br \/>\nDie Bezeichnung mein Sohn erinnert an die Taufe Jesu, wo es hei\u00dft: \u201eDer Himmel \u00f6ffnete sich, und der Geist kam wie eine Taube auf ihn herab. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen.\u201c\u00a0 (Mk 1,10-11)<br \/>\nDoch die sorglose Ruhe ist bedroht:\u00a0 W\u00e4hrend Johannes dem kleinen Jesus in Anspielung auf die Eucharistie und auf die Brotvermehrung eine Schale mit f\u00fcnf Broten und einer Traube reicht, sind im Hintergrund schon die mordenden H\u00e4scher des Herodes zu sehen.<br \/>\nHubert Gaisbauer, Krems a.d.Donau<\/p>\n<p>TAFEL 7\u00a0\u00a0\u00a0 Maria-Stra\u00dfengel, Steinplastik (um 1350):\u00a0 \u201eVerk\u00fcndigung an Maria\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd das Wort ist Fleisch geworden.\u201c\u00a0 (Joh 1,14)<br \/>\nWer die Wallfahrtskirche durch das Westportal betritt, wird mit einer \u201eVerk\u00fcndigung an Maria\u201c, dem Bild vom \u201eEintritt\u201c des Erl\u00f6sers in die Welt, begr\u00fc\u00dft: Gesandt vom Vater, durch das Wirken des Geistes ist der Sohn im Scho\u00df von Maria Mensch geworden, um uns zu retten. Aus dem Mund des Vaters f\u00e4hrt das Ewige Wort \u2013 als kleiner Mensch in Knechtsgestalt \u2013zur Welt herab; ihm voraus st\u00fcrzt aus den Himmelsh\u00f6hen die Geist-Taube direkt an das Ohr der Jungfrau.<br \/>\nDes Engels rechter Fu\u00df zeigt an, dass er sich beim Eintritt zu Maria auf eine \u201eh\u00f6here Ebene\u201c begibt, zu einer mit vornehmem Mantel und Krone geschm\u00fcckten Braut, deren K\u00f6rperhaltung, Antlitz und Geb\u00e4rde bildlich den entscheidenden Satz sprechen:<br \/>\n\u201eIch bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort\u201c\u00a0 (Lk 1,38).<br \/>\nSo wird Maria selbst zur \u201ePforte des Himmels\u201c, angedeutet im offenen Torbogen \u00fcber ihr.<br \/>\nTuch, Vase und Lilie weisen auf die Reinheit Marias hin;<br \/>\ndas Lesepult und ein turmartiges Buchschr\u00e4nklein in der Mitte zeigen sie als schriftkundige Frau mit sieben B\u00fcchern; im aufgeschlagenen Buch liest sie: \u201eSiehe, die Jungfrau wird empfangen.\u201c\u00a0 (Jes 7,14).<br \/>\nHubert Gaisbauer, Krems a.d.Donau<\/p>\n<p>TAFEL 8\u00a0\u00a0\u00a0 Graz-Leechkirche (jetzt Museum des Deutschen Ordens in Wien), Tafelbild (1442):\u00a0 Der Drei-Eine und die gekr\u00f6nte Jungfrau Maria<\/p>\n<p>Gott der Sch\u00f6pfung und Erl\u00f6sung<br \/>\nDas gotische Tafelbild greift die in den Ostkirchen \u00fcbliche Darstellung der Dreifaltigkeit in drei gleichen Figuren auf. Jede der drei g\u00f6ttlichen Personen tr\u00e4gt den \u201eReichsapfel\u201c, Symbol der Sch\u00f6pfung und der Herrschaft \u00fcber die Welt in der Rechten. Alle drei haben dasselbe Jesus-Gesicht.Vor dem dreifaltigen Gott kniet Maria als Urbild des erl\u00f6sten Menschen. Sie tr\u00e4gt die gleiche Krone wie die drei g\u00f6ttlichen Personen.<br \/>\nSch\u00f6pfung, Erl\u00f6sung und Vollendung sind das Werk des Drei-Einen: Der ewige Vater hat die Welt erschaffen durch sein g\u00f6ttliches Wort, das Fleisch geworden ist und unter uns wohnt, und in seinem Heiligen Geist, den wir \u201emit dem Vater und dem Sohn als Herrn und Lebensspender\u201c anbeten.<br \/>\nMit Maria sind wir zu einem Heiligen Volk und einer k\u00f6niglichen Priesterschaft erw\u00e4hlt.<br \/>\nGeneralvikar Heinrich Schnuderl, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 9\u00a0\u00a0\u00a0 Graz, Leechkirche, Glasmalerei (vor 1300): Der Drei-Eine<\/p>\n<p>Lebendige Dynamik im drei-einen Gott<br \/>\nIm Mittelfenster ist dreimal dasselbe jugendliche Gesicht zu sehen. Im n\u00f6rdlichen Fenster hingegen zeigen sich die drei g\u00f6ttlichen Personen als Ganzk\u00f6rperfiguren, die mit den lateinischen Bezeichnungen f\u00fcr Vater, Sohn und Hl. Geist eindeutig bestimmt sind.<br \/>\nDie Bilder der beiden Fenster sind auch in ihrer Beziehung zueinander zu deuten.<br \/>\nDie vom einfallenden Licht erhellten Scheiben zeigen ein Wechselspiel der Ruhe der drei v\u00f6llig gleichen Gesichter und der unglaublichen Dynamik der drei Ganzk\u00f6rperfiguren.<br \/>\nSpannung liegt in den Blickachsen der drei Personen zueinander.<br \/>\nKraftvoll zeigt sie sich in den jugendlichen Gestalten und im bewegten Lauf und von Sohn und Geist einander zu.\u00a0 Der Vater thront \u00fcber ihnen, \u2026 oder nimmt er an ihrem Tanz teil?<br \/>\nIn Gott ist gr\u00f6\u00dfte Bewegung, \u2026 zugleich auch die absolute, zu sich selbst gekommene Ruhe, \u2026 geheimnisvolle, wunderbare Harmonie im Widerspruch! zug\u00e4nglich nur dem Glauben.<br \/>\nDie Lichtgestalten hoch oben in der Apsis sind nur im konzentrierten Blick von unten her zu sehen. Doch wer sie sucht, wird sie auch finden. Sie laden ein zur Meditation.<br \/>\nHochschulseelsorger Alois K\u00f6lbl, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 10\u00a0\u00a0\u00a0 Graz, Dom, Fresko des Thomas von Villach (1485):\u00a0 \u201eDie Gottesplagen\u201c<\/p>\n<p>Kehrt um, und Gott wird euch gn\u00e4dig sein!<br \/>\nIn den 70er Jahren des 15. Jahrhunderts erlebte die Steiermark schwere Heimsuchungen:<br \/>\nPest-Epidemien, Hungersnot und Krieg brachten Verarmung ins Land. Mehr als ein Drittel der Bev\u00f6lkerung ist damals ums Leben gekommen.<br \/>\nEs gab nur eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr: Schwer s\u00fcndhaftes Treiben hat Gottes Zorn geweckt.<br \/>\nWar das J\u00fcngste Gericht angebrochen?<br \/>\nDie B\u00fcrger der Stadt Graz versprachen Umkehr. Und sie gelobten, ein gro\u00dfes Bild malen zu lassen. \u2026 Die Plagen nahmen ein Ende.<br \/>\nMeister Thomas von Villach gelang es, die Plagen als Gottes-Gericht in das Bild zu bringen:<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0Ganz unten sind die Plagen und Beerdigungen vor der \u00e4ltesten Ansicht von Graz dargestellt;<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0Oben thronen die drei g\u00f6ttlichen Personen und richten Zornesstrahlen gegen die b\u00f6se Welt;<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0Maria und Johannes der T\u00e4ufer spannen f\u00fcrbittend ein Tuch aus, das weitere Blitze abh\u00e4lt.<br \/>\nIm Drei-Einen wohnen Gerechtigkeit und gn\u00e4diges Erbarmen, \u2026<br \/>\ndoch \u201eBarmherzigkeit triumphiert \u00fcber das Gericht!\u201c\u00a0 (Jak 2,13)<br \/>\n(Siehe auch Tafel 4 und 17)<br \/>\nWeihbischof Franz Lackner, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 11\u00a0\u00a0\u00a0 Graz, Bischofhof, \u00d6lbild um 1750:\u00a0 \u201eDas Mitleiden des Vaters\u201c<\/p>\n<p>\u201eBarmherzigkeit triumphiert \u00fcber das Gericht\u201c (Jak 2,13)<br \/>\nHier ist es nicht Maria, sondern Gott-Vater, der bek\u00fcmmert seinen toten Sohn auf dem Scho\u00df h\u00e4lt. Die erschreckt aufflatternde Geist-Taube vervollst\u00e4ndigt dieses Bild zur \u201eTrinitarischen Piet\u00e0\u201c, das in der Kunstgeschichte \u201eMitleiden des Vaters\u201c (Compassio Patris) oder auch \u201eNot Gottes\u201c genannt wird.<br \/>\nDie Botschaft des Bildes steht in Widerspruch zur Droh-Botschaft des J\u00fcngsten Gerichts, die alle S\u00fcnder in die H\u00f6lle verdammt. Es ist die Froh-Botschaft der Liebe, die besonders deutlich bei den Evangelisten Lukas und Johannes zu finden ist:<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0\u201eSo sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen Sohn f\u00fcr uns hingab\u201c Joh 3,16).<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0Aus Liebe zu den S\u00fcndern ist der ewige Sohn zum \u201everlorenen Sohn&#8220; geworden, den nach seiner Heimkehr der ihn erwartende Vater in die Arme schlie\u00dft (Lk 15,11-32).<br \/>\nDas Erbarmen des Vaters gilt seinem mensch-gewordenen Sohn und mit ihm allen, die seiner Barmherzigkeit bed\u00fcrfen, weil sie sonst im Gericht nicht bestehen k\u00f6nnten.<br \/>\nWahrhaft eine Trost-Botschaft f\u00fcr alle, die sonst verzweifeln m\u00fcssten.<br \/>\n(Siehe auch TAFEL 4 und TAFEL 10)<br \/>\nPhilipp Harnoncourt, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 12\u00a0\u00a0\u00a0 Graz, Pfarrkirche St.Andr\u00e4, Oberbild des Rosenkranz-Altares\u00a0 (vor 1750):\u00a0 \u201eRosenkranz-Trinit\u00e4t\u201c<\/p>\n<p>Drei Bl\u00fctenkr\u00e4nze heiliger Sympathie<br \/>\nGott-Vater, alt und weise, mit Weltkugel und Zepter; zu seiner Rechten Gott-Sohn, jugendlich und stark; das Kreuz wird hinter ihm von einem Engel hochgehalten. Dar\u00fcber schwebt die Heilig-Geist-Taube in goldenem Strahlenkranz; rundherum assistiernde Engel und Engelsk\u00f6pfe \u2026 Das \u00dcberraschende zeigt sich in der senkrechten Linie des Bildes zwischen den drei g\u00f6ttlichen Personen: drei Kr\u00e4nze mit je f\u00fcnf eingeflochtenen Rosenbl\u00fcten.<br \/>\n\u00b0 den unteren Kranz mit rosaroten Bl\u00fcten h\u00e4lt Christus in die Mitte des Bildes.<br \/>\n\u00b0 den mittleren Kranz mit den goldenen Bl\u00fcten h\u00e4lt Gott Vater genau dar\u00fcber,<br \/>\n\u00b0 den oberen mit wei\u00dfbl\u00fchenden Rosen h\u00e4lt die Geist-Taube.<br \/>\nDiese dreifach kr\u00f6nende Geste gilt der Rosenkranzk\u00f6nigin Maria, die nicht auf diesem Bild zu sehen ist, wohl aber darunter auf dem Altarbild dargestellt ist.<br \/>\nDie den Betrachtenden zugewandten Rosen in den drei Kr\u00e4nzen er\u00f6ffnen einen weiteren Sinn des Bildes. Sie erinnern an das Rosenkranzgebet in seinen drei Fassungen: dem freudenreichen, dem schmerzhaften und dem glorreichen Rosenkranz, die in je f\u00fcnf Geheimnissen das Christus-Geheim-nis betrachten, von der Empf\u00e4ngnis Jesu durch den Heiligen Geist, \u00fcber Kreuz, Tod, Auferstehung, Himmelfahrt und Geistsendung bis zur Kr\u00f6nung Mariens im Himmel.<br \/>\nDas Geheimnis der Liebe Gottes und die Aufrichtung des Menschen zu seiner g\u00f6ttlichen W\u00fcrde erscheinen wie bl\u00fchende, duftende Kr\u00e4nze, die Leben, Freude und Ewigkeit verhei\u00dfen.<br \/>\nPeter Ebenbauer, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 13\u00a0\u00a0\u00a0 Graz, Pfarrkirche St.Andr\u00e4, Dreifaltigkeits-Altar von Philipp Jakob Straub (um 1760)<\/p>\n<p>Gott verschenkt sich<br \/>\nGott-Vater tanzt mit ausgestreckten Armen aus dem Wolkenmeer. Der Allm\u00e4chtige hat kein Zepter in der Rechten. Er macht auch keine zur\u00fcckweisende Handbewegung mit der Linken wie sonst im Gericht. Der Sch\u00f6pfer von Himmel und Erde \u201eent\u00e4u\u00dfert\u201c sich \u2013 er wird nackt gezeigt \u2013, um sich seiner Sch\u00f6pfung und dem Menschen zu zuwenden.<br \/>\nIm Torbogen, der den Altar in eine obere und eine untere Zone gliedert, befindet sich eine ovale \u00d6ffnung, durch welche die Geist-Taube mit sieben goldenen Zungen herabkommt.<br \/>\nAn die Geistausgie\u00dfung zu Pfingsten (Apg 2) ist ebenso zu denken wie an die Taufe Jesu (Mk 1,10). Das Herabkommen des Geistes geh\u00f6rt zur Offenbarung des Drei-Einen dazu. Der Geist ist es, der in einer \u201eInspiration\u201c \u2013 das hei\u00dft \u201eEinhauchung\u201c \u2013 das\u00a0 Geheimnis des Drei-Einen kundtut.<br \/>\nDiese Geistausgie\u00dfung an der Schwelle zwischen dem g\u00f6ttlichen Bereich und dem irdischen Bereich darunter, geht flie\u00dfend in das Kreuz \u00fcber und zur Gestalt des Gekreuzigten.<br \/>\nJesu Tod am Kreuz ist Ort und Zeit der Geist-Sendung. Im entscheidenden Moment seiner Hingabe haucht Jesus seinen Geist aus, und er haucht ihn seiner Kirche ein.<br \/>\nHermann Glettler, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 14\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Weiz, Tabor-Kirche, Fresko\u00a0 (nach 1400)<\/p>\n<p>Eine merkw\u00fcrdige doppelte Dreifaltigkeit<br \/>\nDass Gott im Christentum vor allem m\u00e4nnlich zu denken sei, ist die Kunde traditioneller Theologie und rechter Lehre. Aber: Nicht erst seit dem Eindringen feministischer Rede in die Gottesvorstellung ist das Weibliche ein Thema des christlichen Gottesbildes.<br \/>\nIn der Tabor-Kirche in Weiz, im 12. Jahrhundert erbaut und reich mit Fresken ausgestattet, ist an der Nordwand ein \u201eGnadenstuhl\u201c zu sehen, Gottvater auf dem Thron, der das Kreuz seines Sohnes in die H\u00e4nde nimmt, und daneben sitzt eine in Haltung und Gr\u00f6\u00dfe ganz gleichrangige Frau mit zwei Kindern auf ihrem Scho\u00df.<br \/>\n\u00b0 \u00a0\u00a0 \u00a0Gott-Vater und Jesus breiten Arme und H\u00e4nde aus: Der Vater nimmt das Opfer seines Sohnes an.<br \/>\n\u00b0 \u00a0\u00a0 \u00a0Die H\u00e4nde auf der Frauenseite greifen zusammen: Die Mutter h\u00e4lt die beiden Kinder, die einander mit ihren H\u00e4ndchen ber\u00fchren.<br \/>\nDie genaue Kontur und der exakte Pinselstrich stammen leider nicht mehr aus dem beginnenden 15. Jahrhundert, sondern aus dem Jahre 1934, als Fritz Silberbauer ein Jahr nach der Entdeckung der \u00fcbermalten Fresken fehlende Partien erg\u00e4nzt hat.<br \/>\nWo ist der Heilige Geist in diesem \u201eGnadenstuhl\u201c?<br \/>\nWurde er vergessen? oder vom restaurierenden K\u00fcnstler einfach \u00fcbersehen? \u2026<br \/>\noder ist er ganz fein zwischen dem Mund des Vaters und dem Kopf des Sohnes zu finden? \u2026<br \/>\nOder ist er ganz auf der weiblichen Seite zu finden, wo Anna ihre Tochter Maria und ihren Enkelsohn Jesus auf dem Schoss sitzen hat?\u00a0 &#8211;\u00a0 Dieses Bild wird \u201eAnna Selbdritt\u201c genannt.<br \/>\nJohannes Rauchenberger, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 15\u00a0\u00a0\u00a0 \u201eAnna Selbdritt\u201c\u00a0 &#8211;\u00a0 ein Bild-Aufbau wie ein Dreifaltigkeits-Bild<br \/>\na.\u00a0 Wallfahrtskirche Maria-Strassengel, Holzplastik am Anna-Altar\u00a0 (um 1650)<br \/>\nb.\u00a0 Graz,\u00a0 Stadtpfarre zum Hl. Blut Jesu,\u00a0 \u00d6lbild\u00a0 (um 1780)<br \/>\nWie eine Mutter sorgt sich Gott-Vater um die Seinen.<br \/>\nDie Bilder der Drei-Einheit Gottes haben zu weiteren Bildwerken angeregt, die einen \u00e4hnlichen Aufbau erkennen lassen. Die bekanntesten sind \u201eDie heilige Familie\u201c und \u201eAnna-Selbdritt\u201c. An oder in allen Kirchen und Alt\u00e4ren, die der hl. Anna geweiht sind, sind Bilder oder Statuen \u201eAnna-Selbdritt\u201c zu finden.<br \/>\nDie hl. Anna \u2013 die Mutter der Gottesmutter Maria \u2013 nimmt den zentralen Platz von Gott-Vater ein; auf ihren Armen tr\u00e4gt sie ihre Tochter Maria und ihren Enkel-Sohn Jesus.\u00a0 &#8211;\u00a0 Diese Anordnung entspricht auch dem Grundriss der Wallfahrtskirche von Maria-Strassengel: Rechts und links vom vorderen Chor des Mittelschiffes befinden sich die ganz gleich gestalteten kleineren Chor-Ab-schl\u00fcsse der Seitenschiffe.<br \/>\nAuf dem zweiten Bild steht Maria zur Rechten ihrer Mutter, wie der Sohn zur Rechten des Vaters. (Siehe auch TAFEL 26 und 27)<br \/>\nPhilipp Harnoncourt, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 16\u00a0\u00a0\u00a0 \u201eTrinit\u00e4t\u201c in der Volks-Fr\u00f6mmigkeit<br \/>\na.\u00a0 Hinterglas-Ikone aus Rum\u00e4nien, \u201eDer Drei-Eine kr\u00f6nt die Kirche\u201c<\/p>\n<p>\u201eL\u00f6scht den Geist nicht aus!\u201c\u00a0 (1Thess 5,19)<br \/>\nAuf den ersten Blick meint man eine Marienkr\u00f6nung vor sich zu haben. Bei genauerem Hinsehen sieht man aber, dass nicht Maria, sondern dass an ihrem Platz ein Haus gekr\u00f6nt wird, auf dessen Dach Flammen zu sehen sind.<br \/>\nMan k\u00f6nnte daraus schlie\u00dfen, dass es sich um ein Votiv-Bild handelt, eine Anrufung des Drei-Einen um Schutz vor Feuersgefahr oder eine Dankesgabe f\u00fcr Rettung aus Feuersgefahr.\u00a0 &#8211;\u00a0 Doch auch das ist es sicher nicht, denn das Kreuz auf dem Dach weist das Haus als Kirche aus.Die g\u00f6ttlichen Personen Vater und Sohn kr\u00f6nen die Kirche in genau derselben Geste, wie sie sonst Maria kr\u00f6nen. Maria ist ja ein Urbild der Kirche. Sendung und Aufgabe, die Maria anvertraut waren, sind seit den Tagen der Apostel der Kirche anvertraut.<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0Die Kirche muss \u2013 wie Maria \u2013 auf das Wort Gottes h\u00f6ren und ihm Glauben schenken, damit es durch die Kraft des herabkommenden Geistes in ihr \u201eFleisch\u201c (Mensch) wird.<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0Sie schenkt \u2013 wie Maria \u2013 dem von ihr geborenen Leib Christi durch die Taufe immer und \u00fcberall neue Glieder: Kinder des Vaters, belebt durch den Heiligen Geist.<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0Sie bringt \u2013 wie Maria \u2013 Christus zur Welt und zwar fortw\u00e4hrend und \u00fcberall durch das allt\u00e4gliche Lebens- und Glaubenszeugnis.<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0Sie ist \u2013 wie Maria \u2013 die k\u00f6niglich gekr\u00f6nte Braut des Allerh\u00f6chsten.<br \/>\nDas Bild ist auch als Pfingst-Ikone zu verstehen:<br \/>\nDer Geist, verborgen in der Wolke, l\u00e4sst seine sieben Gaben als Feuerstr\u00f6me auf die Kirche flie\u00dfen, der das Feuer des Heiligen Geistes verhei\u00dfen war und f\u00fcr immer anvertraut ist.<br \/>\nPhilipp Harnoncourt, Graz<\/p>\n<p>b. Votivbild aus St.Anna in Hartberg<\/p>\n<p>\u201e\u2026 und er war ihnen untertan.\u201c\u00a0 (Luk 2,51)<br \/>\nDie senkrechte Bild-Achse geht von Gott-Vater aus und endet \u00fcber die Geisttaube abw\u00e4rts im Jesus-Kind, das zugleich auf der Erde die Mitte einer \u201eAnna-Selbdritt\u201c bildet.<br \/>\nWie bei Bildern der Taufe Jesu kann man auch hier das Zeugnis des Vaters h\u00f6ren und sehen: \u201eDieser ist mein geliebter Sohn! An ihm habe ich mein Wohlgefallen.\u201c (Mk 1,11)<br \/>\nZum Herabsteigen des Sohnes Gottes geh\u00f6rt sein Hineinsteigen in eine Familie. Anstelle der<br \/>\nHl. Familie und in der dort \u00fcblichen Anordnung der Personen ist aber hier eine \u201eAnna-Selbdritt\u201c zu sehen; die hl. Anna nimmt den Platz des hl. Josef ein (vgl. TAFEL 18). Dass dieser fehlt, ist ein Hinweis auf die Jungfr\u00e4ulichkeit der Gottesmutter und auf die Gottes-Sohnschaft Jesu.<br \/>\nPhilipp Harnoncourt, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 17\u00a0\u00a0\u00a0 Die Dreifaltigkeit in der Volkskunst<br \/>\na. Mitterdorf im M\u00fcrztal, Volkst\u00fcmliche \u201eTrinit\u00e4t\u201c<\/p>\n<p>Zum Heilsplan Gottes<br \/>\nDiese Plastik ist kein Dreifaltigkeits-Bild, aber ganz \u00e4hnlich angelegt: Sie zeigt Anna als vornehme Frau, die<br \/>\nihrer Tochter aus einem Buch vorliest: Mutter Anna als Lehrerin (Mater et Magistra).<br \/>\nHinter den beiden Frauen steht Gott Vater, der seine Rechte segnend \u00fcber Anna und Maria erhebt.\u00a0\u00a0 &#8211;\u00a0 Sein Haupt ziert ein Dreieck als Ausdruck von Macht, St\u00e4rke und Weisheit.<br \/>\nDas Dreieck \u2013 oft als \u201eAuge der Vorsehung Gottes\u201c gedeutet \u2013 ist das \u00e4lteste und bekannteste Dreifaltigkeits-Symbol: Gott ist Drei in Eins.\u00a0 Gott ist ewige Liebe.<br \/>\nEr selbst lie\u00df in Anna Gnade walten und erw\u00e4hlte sie, die Mutter der Mutter seines Sohnes \u2013 des k\u00fcnftigen Erl\u00f6sers Israels und der ganzen Welt \u2013 zu werden.<br \/>\nEdith Prieler, Graz<\/p>\n<p>b.\u00a0 Oberzeiring:\u00a0 \u201eAnna-Selbdritt\u201c<br \/>\nDas Kreuz des Lebens<br \/>\nAlles in diesem Bild hat seinen guten Platz: Das Kind in den Armen seiner Mutter Maria und seiner Gro\u00dfmutter Anna, und Gott \u00fcber allem; dazwischen \u2013 alle verbindend \u2013 der Heilige Geist. Anna umf\u00e4ngt ihr Enkelkind. Dieses h\u00e4lt mit der linken Hand das Kreuz, das Zeichen dessen, was es zu erleiden haben wird.\u00a0 &#8211;\u00a0 Die Arme Gott-Vaters nehmen diesem Zeichen viel von seinem Schrek\u00acken, aber erst die Verbindung, die der Heilige Geist zwischen Himmel und Erde zu schaffen ver\u00acmag, bahnt der bedingungslosen Liebe aller hier abgebildeten Figuren den Weg.<br \/>\nDer Geist macht jenes Kreuz wahrnehmbar, das durch die Verbindung aus dem Querbalken unseres menschlichen Daseins und der himmelw\u00e4rts strebenden Einheit der drei g\u00f6ttlichen Personen entsteht. Dieses alles einschlie\u00dfende Kreuz ist Zeichen der Erl\u00f6sung, die uns durch kleine Kind uns zuteil<br \/>\nAnna Maria Hollw\u00f6ger, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 18\u00a0\u00a0\u00a0 Murau, Pfarrkirche, Fresko (um 1400):\u00a0 \u201eVerk\u00fcndigung an Maria\u201c<\/p>\n<p>\u201eDer Engel des Herrn brachte Maria die Botsachaft, und sie empfing vom Hl. Geist\u201c<br \/>\nAuf den ersten Blick f\u00e4llt auf, dass die zwei wichtigsten Figuren \u2013 der Engel Gabriel und Maria \u2013 keine Gesichter haben. Die Muslime im osmanischen Heer, das um 1480 das obere Murtal heim-gesucht haben, haben diese Gesichter herausgekratzt, weil das f\u00fcr sie unerlaubte Bilder waren. Und doch ist die Botschaft des<br \/>\nBildes klar erkennbar geblieben:<br \/>\nEs gibt eine unsichtbare Linie, die aus dem Mund Gott-Vaters kommt und hin zum Ohr der Jungfrau Maria f\u00fchrt: Sie wird gebildet vom Jesus-Kind, das kopf\u00fcber der hinabst\u00fcrzenden Geist-Taube folgt, die mit ihrem Schnabel das Ohr Marias ber\u00fchrt.<br \/>\nDie Jungfrau empf\u00e4ngt durch das H\u00f6ren der Botschaft und ihre Zustimmung: \u201e\u2026 mir geschehe wie du es gesagt hast!\u201c\u00a0 (Luk 1,38)<br \/>\n(Siehe auch den Text zu TAFEL 7)<br \/>\nPhilipp Harnoncourt, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 19\u00a0\u00a0\u00a0 Murau, Pfarrhof, \u00d6lbild (vor 1700):\u00a0 Dreifaltigkeit und Heilige Familie<\/p>\n<p>Die Heilige Familie\u00a0 &#8211;\u00a0 Abglanz der g\u00f6ttlichen Drei-Einheit<br \/>\nFr\u00f6hlich beschwingt wandert die Heilige Familie \u00fcber das Feld: Der kleine Jesus t\u00e4nzelt vorw\u00e4rts; \u201eVater\u201c Josef neigt sich ihm zu und fasst ihn am Arm; Maria, seine Mutter, h\u00e4lt mit ihnen Schritt. Die drei, ein Dreiklang im Einklang. Und so pilgern sie Jahr f\u00fcr Jahr zum Osterfest nach Jerusalem.<br \/>\nZuversicht und Liebe sprechen aus ihrer aufrechten Haltung.<br \/>\nIn Jesus teilt sich Gott selbst den Menschen mit. Er offenbart sich, indem er in eine Familie hinein-geboren wird. So ist die Heilige Familie \u2013 wie jede Familie \u2013 eine Ikone des Drei-Einen.<br \/>\nDenn am 5. Sch\u00f6pfungs-Tag der sprach Gott: \u201eLasst uns den Menschen machen nach unserem Abbild, \u2026 als Mann und Frau schuf er sie. \u2026 Und die zwei werden eins sein.\u201c (Gen 2), \u2026 und schlie\u00dflich aus g\u00f6ttlich-fruchtbarer Liebe drei!<br \/>\nEdith Maria Prieler, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 20\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Drei-Einheit Gottes auf Grabsteinen\u00a0\u00a0 &#8211;\u00a0\u00a0 Adriach b. Frohnleiten und Wildon<\/p>\n<p>Der ewig Drei-Eine wirkt in die Zeit.<br \/>\nDer Grabstein in Adriach ist durch ein breites Spruchband in zwei Zonen gegliedert. Die obere, durch einen Halbkreis begrenzt, weist auf den Himmel hin, den Sitz des Drei-Einen.<br \/>\nDie drei Personen Gottes sind als drei Menschengestalten dargestellt:<br \/>\n\u00b0\u00a0 Der Vater thront in der Mitte mit segnend oder richtend erhobener Rechten.<br \/>\n\u00b0\u00a0 Der Sohn, erkennbar am Kreuz und an der Seitenwunde, sitzt zur Rechten des Vaters.<br \/>\n\u00b0\u00a0 Der Heilige Geist, in Menschengestalt dargestellt, reicht dem Vater die Weltkugel.<br \/>\nDie untere Zone, die die geschaffene Welt bedeutet, ist nochmals in zwei Zonen unterteilt. Auf der Erde knien Niclas und Sophia Werndl mit ihren Kindern\u00a0 &#8211;\u00a0 drei S\u00f6hne vor dem Vater, sechs T\u00f6chter vor der Mutter.<br \/>\nVor und \u00fcber ihnen ragt das Kreuz, an dem Jesus verblutet, bis in den Himmel. Vier Engel fangen in Kelchen das aus den Wunden str\u00f6mende Blut des Erl\u00f6sers auf.<br \/>\nDen Himmel und die Erde verbindet eine zweite Dreifaltigkeits-Darstellung, denn zwischen dem thronenden Vater und dem gekreuzigten Sohn sitzt die Geist-Taube mit ausgebreiteten Fl\u00fcgeln auf dem Spruchband.<br \/>\nVom Heiligen Geist war der Sohn Gottes empfangen, als er f\u00fcr uns Mensch geworden ist, und sterbend hat er seinen Geist in die H\u00e4nde des Vaters gegeben.<br \/>\nNach der Sintflut hat die Taube Frieden verk\u00fcndet.<br \/>\nAuch auf dem Grabstein in Wildon sind die g\u00f6ttlichen Personen in gleicher Stellung und an gleicher Stelle wie in Adriach als drei M\u00e4nner dargestellt.<br \/>\nPhilipp Harnoncourt, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 21 \u00a0\u00a0 \u00a0Rein, Stiftsbibliothek, Messbuch-Handschrift (1493), Dreifaltigkeitsfest,<br \/>\nim Anfangsbuchstaben B: \u201eMitleiden des Vaters\u201c<br \/>\nGott h\u00e4lt alles in seinen H\u00e4nden<br \/>\nMan sieht Gott Vater mit dem toten Jesus auf seinem Scho\u00df und dar\u00fcber die Geist-Taube.<br \/>\nDiese Darstellung stellt das Geschehen von Golgota in den gro\u00dfen Zusammenhang von Sch\u00f6pfung und Erl\u00f6sung: Gott h\u00e4lt alles in seinen H\u00e4nden.<br \/>\nDie Worte Jesu am \u00d6lberg k\u00f6nnen wir vor diesem Hintergrund besser einordnen: \u201eVater lass diesen Kelch an mir vor\u00fcber gehen, \u2026 doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.\u201c (Mk 14,36)<br \/>\nAuch die Worte Jesu am Kreuz: \u201eVater in deine H\u00e4nde empfehle ich meinen Geist\u201c (Lk 23,46) er-halten hier ihre gr\u00f6\u00dfte Tiefe.<br \/>\nNoch etwas muss beachtet werden: Der tote Jesus auf dem Scho\u00df seines himmlischen Vaters hat die Augen offen, sein Blick trifft sich mit dem Blick seines Vaters.<br \/>\nIn Jesus haben wir einen F\u00fcrsprecher beim Vater (1 Joh 2,1f) und wir denken an die Empfehlung Jesu, \u201eWas ihr vom Vater erbitten werdet, das wird er euch in meinem Namen geben\u201c (Joh 16,23). Und die Kirche nimmt dies auf, wenn sie alle Gebete im Gottesdienst schlie\u00dft:\u00a0 \u201edarum bitten wir durch Christus unseren Herrn\u201c.<br \/>\nDer Blick des barmherzigen Vaters auf Jesus gilt und trifft auch uns. Wir sind diejenigen, die er nicht fallen l\u00e4sst.<br \/>\nP. August Janisch OCist, Stift Rein<\/p>\n<p>TAFEL 22\u00a0\u00a0\u00a0 Gro\u00df-St.Florian, Pfarrkirche, Turmkapelle\u00a0 (vor 800 oder nach 1300): \u201eDrei-Gesicht\u201c<\/p>\n<p>Der ewig Drei-Eine<br \/>\nEin erster Blick macht ratlos, aber auch neugierig: Was bedeutet dieser Schlussstein?\u00a0 &#8211;\u00a0 Die Kreisform \u2013 weil ohne Anfang und ohne Ende \u2013 stellt den Ewigen vor Augen. Er ist nur Einer. &#8211;\u00a0 Doch der Eine zeigt sich in drei ganz gleichen Gesichtern, die aber so sehr als Einheit dargestellt sind, dass der Bart jedes Gesichts zugleich auch das Haupthaar des n\u00e4chsten Gesichts bildet.\u00dcber die Herkunft dieses Steins ist nichts bekannt.\u00a0 &#8211;\u00a0 Wurde er irgendwo gefunden und hier als Schluss-Stein in ein Rippengew\u00f6lbe eingef\u00fcgt?\u00a0 Oder wurde er eigens daf\u00fcr geschaffen? In Gegenden, die von Kelten besiedelt waren, wurden etliche dreigesichtige Skulpturen aus vorchristlicher Zeit gefunden. Deren Deutung ist ungdewiss:\u00a0 &#8211;\u00a0 Ist es das \u201eRad der Zeit\u201c?<br \/>\n\u00b0\u00a0 mit ihrer st\u00e4ndigen Wiederkehr des schon Gewesenen?<br \/>\n\u00b0\u00a0 mit ihren drei Gesichtern: Zukunft \u2013 Gegenwart \u2013 Vergangenheit?<br \/>\nDieser Stein bildet seit dem 14. Jahrhundert den Schluss-Stein in einem Kirchen-Gew\u00f6lbe. Das weist auf eine trinitarische Deutung hin: Vater, Sohn und Geist sind der eine ewige Gott.<br \/>\nDer Glaubens-Satz, \u201eIn Gott sind drei Personen\u201c sagt, der eine und einzige Gott zeigt sich in drei Gesichtern. Doch er ist und bleibt auf ewig der eine und einzige Gott.<br \/>\nPhilipp Harnoncourt, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 23\u00a0\u00a0\u00a0 Das Dreieck als Konzept in der Architektur<br \/>\na.\u00a0 Bruck a.d.Mur, Hl.-Geist-Kapelle\u00a0 (1495-1497)<br \/>\nTrinitarische und kosmische Architektur<br \/>\nDamit der Mensch sich in einem Raum wohlf\u00fchlen kann, muss dieser, ebenso wie sein K\u00f6rper, ein Vorn und Hinten, Rechts und Links, Oben und Unten haben. Rundbauten und andere Zentral-R\u00e4ume erhalten durch den Eingang ihre eindeutige Orientierung.<br \/>\nDer dreieckige Bau in Bruck, der 1495-1497 von sechs wohlhabenden B\u00fcrgern dieser Stadt gestiftet wurde, hat aber drei Portale und drei gleiche gro\u00dfe Fenster; und in den jeweils gegen\u00fcberliegenden Ecken befanden sich drei Alt\u00e4re, die Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Hl.Geist geweiht waren. Sie sind 1794 bei der Profanierung durch den Bischof von Leoben entfernt worden.<br \/>\nDie ausschlie\u00dfliche Orientierung nach Oben war urspr\u00fcnglich noch verst\u00e4rkt durch ein steiles Dach mit dreieckigen Dachfl\u00e4chen, die in ihren Ma\u00dfen dem Grundriss entsprochen haben.<br \/>\nEinen solchen Bau gibt es nirgends in Europa, vielleicht sogar in der ganzen Welt nicht.<br \/>\nDas Drei-Eck \u2013 traditionelles Symbol f\u00fcr die Drei-Einheit Gottes \u2013 ist hier konsequent als das einzige form- und raumgebende Prinzip angewendet.<br \/>\nDie Symbolik des Drei-Ecks ist aber innovativ auf drei Ebenen erweitert:<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0Es ist und bleibt ein Hinweis auf die Drei-Einheit Gottes, des Sch\u00f6pfers;<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0Es ist \u2013 als Ergebnis der Geometrie und Astronomie des 15. Jahrhunderts \u2013 der Schl\u00fcssel f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis und die Berechenbarkeit des geschaffenen Universums;<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0Es ist ein Hinweis auf L\u00f6sung von Konflikten im Zusammenleben der Menschen.<br \/>\nIm selben Jahrzehnt, in dem diese Kapelle erbaut wurde, hat Christoph Columbus seine drei Seereisen nach Amerika und hat Vasco da Gama seine Seereise nach Ostasien erfolgreich durchgef\u00fchrt. Als erste vermochten sie die trigonometrische Navigation praktisch anzuwenden. Auch alle heute ben\u00fctzten Navigations-Instrumente (GPS usw.) folgen diesem Prinzip.<br \/>\nSch\u00f6pfer und Sch\u00f6pfung, Himmel und Erde sind aufeinander bezogen und geh\u00f6ren zusammen.\u00a0 &#8211;\u00a0 Der Sch\u00f6pfer hat den Menschen geschaffen \u2013 Mann und Frau als Abbild des Drei-Einen \u2013 und in den Garten gesetzt, damit er ihn beh\u00fcte und bebaue. (Gen 1,26-27; 2,15). Die Sch\u00f6pfung \u2013 Boden, Wasser und Luft \u2013 ist dem Menschen zur Bewahrung anvertraut, nicht aber zur Auspl\u00fcnderung!<br \/>\nDer Drei-Ecks-Bau geht im oberen Teil seines Inneren durch die \u00dcberw\u00f6lbung der Alt\u00e4re in einen harmonischen Sechs-Eck-Raum \u00fcber, der von einem wunderbaren und gut erhaltenen Stern-Rippen-Gew\u00f6lbe bekr\u00f6nt wird.\u00a0 &#8211;\u00a0 Auch darin ist eine wichtige Bedeutung zu erkennen:<br \/>\n\u00b0 Der Drei-Eine hat die Erschaffung des Kosmos als sein Sechs-Tage-Werk vollbracht, und er hat am Siebenten Tag geruht und den Menschen diesen Ruhetag geschenkt.<br \/>\nNach seiner Wiederherstellung soll dieser Bau seine Botschaft un\u00fcbersehbar verk\u00fcnden:<br \/>\n\u00b0\u00a0 als Denkmal des drei-einen Sch\u00f6pfers,<br \/>\n\u00b0\u00a0 als Mahnmal zur Bewahrung der uns anvertrauten Sch\u00f6pfung.<br \/>\nPhilipp Harnoncourt,Graz<\/p>\n<p>TAFEL 23A\u00a0\u00a0\u00a0 Das Dreieck als Konzept in der Architektur<br \/>\nb.\u00a0 Die \u201eKappl\u201c in Oberfranken, Dreifaltigkeits-Kirche\u00a0 (1716)<br \/>\n\u2026 angeregt durch einen austreibenden Weidenstumpf<\/p>\n<p>In einer abgelegenen Gegend bei Waldsassen in Oberfranken (Bayern) bestand im sp\u00e4ten Mittelalter eine kleine h\u00f6lzerne Wallfahrts-Kapelle zu Ehren der Heiligsten Dreifaltigkeit. Nach dem Sieg der Christen \u00fcber die muslimischen T\u00fcrken und der katholischen Gegenreformation \u00fcber den Protestantismus erlebte diese Wallfahrt eine neue Bl\u00fcte. Baumeister Georg Dientzenhofer erhielt den Auftrag f\u00fcr einen Neubau. Er fand in der N\u00e4he einen Weidenstumpf, aus dem drei kr\u00e4ftige Triebe senkrecht in den Himmel ragten. Darin sah er die Anregung f\u00fcr seinen Neubau.<br \/>\nDer runde Zentralbau weist drei ganz gleiche hohe T\u00fcrme auf, die ein gleichseitiges Dreieck bilden. Die Kirche hat aber nur einen Eingang und diesem gegen\u00fcber einen Hochaltar, so dass eine klare achsiale Ausrichtung gegeben ist. Die B\u00e4nke sind zum Hochaltar hin aufgestellt.<br \/>\nDie beiden Nebenalt\u00e4re im hinteren Bereich der Kirche bilden mit dem Hochaltar ein gleichseitiges Dreieck, so dass sich aus den beiden Dreiecken ein sechseckiger Davidsstern ergibt. Die Kirchweihe erfolgte 1716. Die Wallfahrtstradition lebt gegenw\u00e4rtig nur noch in reduzierten Formen weiter.<\/p>\n<p>c.\u00a0 Stadl-Paura bei Lambach, Dreifaltigkeits-Kirche\u00a0 (1725)<br \/>\nDrei Kirchen unter einem Dach<br \/>\nDiese der Dreifaltigkeit Gottes geweihte Kirche des Hochbarock weist in der Dreizahl und Stellung der T\u00fcrme und der Alt\u00e4re auf die Drei-Eins-heit Gottes hin. Um sie aber dem Menschen gem\u00e4\u00df und der Liturgie der Kirche entsprechend zu gebrauchen, ist jeweils nur einer der drei Eing\u00e4nge ge\u00f6ffnet und der gegen\u00fcberliegende Altar in Gebrauch. So entstehen drei Kirchen unter einem Dach, die nach bestimmten Regeln abwechselnd gebraucht werden.<br \/>\nDie Gott-Vater-Kirche, die Gott-Sohn-Kirche und die Hl.-Geistkirche haben einen gemeinsamen Mittelpunkt. Ihre Achsen, die einen regelm\u00e4\u00dfigen Sechser-Stern bilden, stehen im Winkel von 120\u00b0 zueinander. Die Kirchenb\u00e4nke werden dreimal im Jahr um 120\u00b0 gedreht. Diese beiden Dreifaltigkeitskirchen sind mehr als 200 Jahre sp\u00e4ter erbaut worden als die Kapelle in Bruck. Sie sind als besondere Bauten bekannt geblieben, w\u00e4hrend der viel bedeutendere \u00e4ltere Sakralbau in Bruck vollst\u00e4ndig in Vergessenheit geraten ist.<br \/>\nProf. Dr. Peter B. Steiner, Architektur-Historiker in M\u00fcnchen und Freising hat mir geschrieben:In meinem Kopf und meinen B\u00fcchern finde ich tats\u00e4chlich nichts Vergleichbares. Die sp\u00e4tgotische Dreifaltigkeitskirche in Bruck an der Mur ist wirklich ein einzigartiges Denkmal!<br \/>\nPhilipp Harnoncourt, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 24\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sonntagsberg N\u00d6, Wallfahrtskirche zur allerheiligsten Dreifaltigkeit\u00a0 (1706-1737) Gnadenbild, ein auf Leinwand gemalter \u201eGnadenstuhl\u201c<\/p>\n<p title=\"Andrei Rubljow\">\u201eHochgelobt sei die heiligste Dreifaltigkeit\u201c<br \/>\nDiese gro\u00dfe Basilika, weithin sichtbar auf einem Berg \u00fcber dem Machfeld bei Amstetten, ist architektonisch ein traditioneller und nach Osten ausgerichtete Langhaus-Kirche, geplant und begonnen von Jakob Prandtauer, dem Erbauer des Stiftes Melk, und\u00a0 .<br \/>\nAnziehungspunkt f\u00fcr die zahlreichen Wallfahrer ist das Gnadenbild: ein \u201eGnadenstuhl\u201c, auf dem Gott-Vater, gekr\u00f6nt mit der p\u00e4pstlichen Tiara, thront und das Kreuz mit dem toten Sohn den Wallfahrern entgegenh\u00e4lt und zeigt: Sosehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen Sohn f\u00fcr uns hingab. Wer an ihn glaubt, hat Anteil an seinem Leben!<br \/>\nDas Bild l\u00e4sst eine Gegenbewegung deutlich erkennen (Siehe dazu auch den Text zu TAFEL 1):<br \/>\n\u00b0 aufsteigend:\u00a0 Der Vater nimmt das Opfer \u2013 die Ganzhingabe des Sohnes \u2013 an,<br \/>\n\u00b0 absteigend:\u00a0\u00a0 Durch das Opfer des Sohnes schenkt er den Menschen Vergebung und Leben.<br \/>\nAuch der anstelle eines Klingelbeutels gebrauchte Opferkasten ist mit einem geschnitzten \u201eGnadenstuhl\u201c geziert.<br \/>\nPhilipp Harnoncourt, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 25\u00a0\u00a0\u00a0 Graz,<br \/>\na.\u00a0\u00a0 Dom, Hochaltar von Jakob Schoy\u00a0 (vollendet 1729)<\/p>\n<p>Der Drei-Eine kr\u00f6nt die Gottesmutter<br \/>\nMaria, die Mutter Jesu, ist das Urbild der Kirche und jedes einzelnen Christen. Ihre Kr\u00f6nung durch den Drei-Einen zeigt ihre Vollendung an, aber auch das, was Er mit seiner Kirche und mit allen Christen vorhat.<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0Die Kirche ist die k\u00f6nigliche Braut, mit Gott verm\u00e4hlt und Mutter aller Gl\u00e4ubigen.<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0Die Christen sind eine k\u00f6nigliche Priesterschaft, durch Christus berufen, an seiner Herrlichkeit teilzunehmen.<br \/>\nDie Kirche schenkt durch die Taufe\u00a0 Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes dem Leib Christi st\u00e4ndig neue Glieder.<br \/>\nDiese Darstellung, die den Hochaltar im Grazer Dom bekr\u00f6nt, deutet an, dass der gesamte Kirchenraum auf die Vollendung hinweist:<br \/>\n\u00b0\u00a0 Hier ist das Himmlische Jerusalem,<br \/>\n\u00b0\u00a0 hier ist der Festsaal f\u00fcr das Hochzeitsmahl des K\u00f6nigs.<br \/>\nIn den Gottesdiensten der Kirche ist den Christinnen und Christen ein Vorgeschmack ihrer Vollendung geschenkt.<br \/>\nPhilipp Harnoncourt, Graz<\/p>\n<p>b.\u00a0\u00a0 \u00a0Karmeliterplatz, Dreifaltigkeitss\u00e4ule\u00a0 (1685)<\/p>\n<p>\u201e\u2026 aber ich bin hingerissen!\u201c<br \/>\nDiese S\u00e4ule wurde nach der Befreiung Wiens aus der osmanischen Belagerung 1683 auf Weisung von Kaiser Leopold I angefertigt und auf dem Hauptplatz in Graz aufgestellt.\u00a0 Seit 1958 steht sie auf dem Karmeliterplatz.<br \/>\nBeim ersten kurzen Hinaufschauen \u2013 meistens blendet das Licht des Himmels \u2013 ist noch wenig von dem zu ahnen, wovon im Johannesevangelium so vielfach die Rede ist:<br \/>\n\u00b0\u00a0 die innigste, sich verstr\u00f6mende Liebe des Vaters zum Sohn,<br \/>\n\u00b0\u00a0 das liebevolle Aufnehmen von all dem, was der Vater gibt, sagt und verf\u00fcgt durch den Sohn.<br \/>\n\u00b0\u00a0 das Geben und Annehmen und Wiedergeben von gegenseitiger Liebe im Hl. Geist. \u2026<br \/>\nDer Sohn sagt:<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0\u201eIch und der Vater sind eins.\u201c (Joh 10,30)<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0\u201eIhr werdet erkennen und einsehen, dass in mir der Vater ist, und ich im Vater bin.\u201c (Joh 10,38)<br \/>\n\u00b0\u00a0\u00a0 \u00a0\u201eAlle, die glauben, sollen eins sein, wie du, Vater in mir bist, und ich in dir bin, so sollen auch sie in uns sein!\u00a0 &#8211;\u00a0 Damit die Welt glaube!\u201c (Joh 17,21)<\/p>\n<p>*\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 *\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 *<br \/>\nIm 18. Jahrhundert betritt ein gelehrter kirchlicher W\u00fcrdentr\u00e4ger in Rom eine der vielen kleinen Kirchen. Ganz hinten im Dunkel einer Ecke sieht er einen zerlumpten Bettler knien, ganz in Gott versunken, fast verz\u00fcckt.\u00a0 &#8211;<br \/>\n\u201eWas betrachtest du gerade?\u201c fragt der Monsignore den Bettler.<br \/>\n\u201eDie g\u00f6ttliche Dreifaltigkeit!\u201c\u00a0\u00a0 &#8211;<br \/>\n\u201eAber, was verstehst denn du schon davon?\u201c entfuhr es dem Priester.<br \/>\n\u201eNichts, aber ich bin hingerissen!\u201c<br \/>\n(Begebenheit aus dem Leben des hl. Bettlers und Pilgers Benedikt Josef Labre, 1748-1783)<br \/>\nBischofsvikar Helmut Burkard, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 26\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wallfahrtskirche St.Anna am Masenberg bei Hartberg<\/p>\n<p>In dieser kleinen Kirche auf dem Pilgerweg von Ungarn \u00fcber Hartberg nach P\u00f6llauberg gibt es eine Vielzahl ganz verschiedener Darstellungen der \u201eAnna-Selbdritt\u201c<br \/>\na. Hochaltar, Holzplastik (14. Jhdt.):<br \/>\nDie Anordnung der Figuren im Dreieck weist auf ein Dreifaltigkeits-Konzept hin.<br \/>\nHier thront die Mutter Anna auf dem Platz von Gott-Vater, ihre Tochter Maria und ihr Enkel sitzen auf ihren Knien\u00a0 (siehe auch TAFEL\u00a0 14).<br \/>\nb. rechter Seitenaltar, Holzrelief (Anf. 15. Jhdt.)<br \/>\nHier sitzt die Mutter Anna auf der linken Seite und empf\u00e4ngt von ihrer Tochter Maria ihr Enkelkind Jesus.<\/p>\n<p>TAFEL 27\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wallfahrtskirche St.Anna am Masenberg bei Hartberg<br \/>\na.\u00a0 im Triumphbogen: Votivbild mit vielen Figuren<\/p>\n<p>\u201eEinen Spross aus deinem Geschlecht will ich setzen auf den Thron\u201c<br \/>\nVertrautes findet man in der Bildmitte: den Jesusknaben und \u00fcber ihm die Geist-Taube\u00a0 &#8211;\u00a0 beide\u00a0 im Familienkreis mit der Mutter Maria, der Gro\u00dfmutter Anna, dem Gro\u00dfvater Joachim und dem N\u00e4hrvater Joseph, der seine Lilie emporh\u00e4lt.<br \/>\nDiese famili\u00e4re Idylle ist ein \u201eBild im Bild\u201c. Engel schm\u00fccken dieses Gruppenbild mit Krone und Mantel\u00a0 &#8211;\u00a0 oder sie haben es soeben enth\u00fcllt und laden zur allgemeinen Verehrung ein. Es ist ein Huldigungsbild: Jesus und seine Familie werden in den F\u00fcrstenrang des Stammvaters David erhoben, zu dem der Herr gesprochen hat: \u201eEinen Spross aus deinem Geschlecht will ich setzen auf den Thron.\u201c\u00a0 (Ps 132,11)<br \/>\nGott-Vater schaut durch das Guckloch im Strahlendreieck, ob alles nach seinem Willen geschieht.<br \/>\nAlle Personen bilden Dreiecksgruppen:<br \/>\ndie V\u00e4ter mit der Geisttaube, die M\u00fctter mit dem Jesuskind\u00a0 &#8211;\u00a0 und auch zwei popul\u00e4re Heilige, Johannes Nepomuk und Franz Xaver. Mit dem Kruzifix in der Hand weisen sie unseren Blick zu einer volkst\u00fcmlichen Fassung des Gnadenbildes \u201eMaria mit dem geneigten Haupt\u201c, dessen kost\u00acbares Original bei den Karmeliten in Wien geh\u00fctet wird, hoch verehrt im Volk und im Kaiserhaus.<br \/>\nNeben der W\u00fcrdigung der heiligen Gro\u00dffamilie liegt noch eine zweite Botschaft in diesem Bild:\u00a0 Vom fernen Auge Gott-Vaters gleitet der suchende und betende Blick \u00fcber die Taube des Geistes auf das segnenden Jesuskind\u00a0 &#8211;\u00a0 und schlie\u00dflich in die ersehnte N\u00e4he des erbarmend geneigten Hauptes der gekr\u00f6nten Jungfrau.<br \/>\nAlle dargestellten Personen schauen \u2013 besorgt und liebevoll \u2013 nach unten.<br \/>\nHubert Gaisbauer, Krems a.d.Donau<\/p>\n<p>b.\u00a0\u00a0 \u00a0Nordwand der Kirche, \u00d6lbild auf Leinwand\u00a0 (18. Jhdt.):\u00a0 Schlichtes Votivbild<\/p>\n<p title=\"Andrei Rubljow\">\u2026 zur schuldigen Danksagung f\u00fcr eine Gebets-Erh\u00f6rung<br \/>\nDer Aufbau dieses Votivbildes ist traditionell, und seine Deutung daher nicht schwierig.<br \/>\nDie gro\u00dfe Stifter-Familie kniet unten:<br \/>\n\u00b0\u00a0 rechts im Bild (f\u00fcr den Betrachter links) der Vater mit den S\u00f6hnen,<br \/>\n\u00b0\u00a0 links die Mutter mit den T\u00f6chtern.<br \/>\n\u00dcber ihnen die Heiligen, denen sie ihren Dank abstatten.<br \/>\n\u00dcber ihren Tod hinaus bitten die dargestellten Personen alle, die dieses Bild betrachten um ihr Gedenken im Gebet.<br \/>\nGanz oben eine \u201eTrinitarische Marienkr\u00f6nung\u201c<br \/>\nPhilipp Harnoncourt, Graz<\/p>\n<p>TAFEL 28\u00a0\u00a0\u00a0 Hirschegg, Anna-Altar, \u00d6lbild (um 1600):\u00a0\u00a0 \u201eAnna-Selbdritt\u201c<\/p>\n<p>Der Kleinste ist der Gr\u00f6\u00dfte<br \/>\nDie Anordnung von Gro\u00dfmutter Anna, Mutter Maria, Kind Jesus in gerader Reihe hintereinander ist ganz ungew\u00f6hnlich, und darum ist dieses Bild schwierig zu deuten.<br \/>\nNicht zu \u00fcbersehen ist allerdings die Parallele zu jenen Dreifaltigkeits-Darstellungen, auf denen die drei g\u00f6ttlichen Personen in einer senkrechten Reihe \u00fcbereinander angeordnet sind, wie \u00fcblicherweise auf Bildern der Taufe Jesu und auf Bildern der Heiligen Familie, in denen die Dreifaltigkeit erscheint (siehe TAFEL 6, TAFEL 17b\u00a0 u.\u00a0 TAFEL 19).<br \/>\nDas Jesus-Kind, h\u00e4lt ein goldenes Kreuz in den H\u00e4nden. Das ist als Hinweis zu verstehen, dass Jesus durch seine Auferstehung das Schandholz, den Galgen der zum Tod Verurteilten, in das Zeichen seines endg\u00fcltigen Sieges \u00fcber S\u00fcnde und Tod verwandelt hat.<br \/>\nDer im Bild kleinsten Figur, dem Jesus-Kind, geb\u00fchrt der h\u00f6chste Lobpreis:<br \/>\nWir beten dich an, Herr, Jesus Christus,<br \/>\nund preisen dich!<br \/>\nDenn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erl\u00f6st.<br \/>\nPhilipp Harnoncourt, Graz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im 1. Jt. haben sich Theologen und Konzilien gedanklich mit der im Neuen Testament vorgeblideten Drei-Einheit-Gottes befasst. Dabei spielen auch Sprachbilder und Metapher eine wesentliche Rolle. Die bildhafte und fig\u00fcrliche Darstellung tritt im 2. Jt. in den Vordergrund. Die \u00e4lteste &hellip; <a href=\"https:\/\/www.gazophylacium.org\/?page_id=675\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":638,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-675","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gazophylacium.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/675","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gazophylacium.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gazophylacium.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gazophylacium.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gazophylacium.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=675"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.gazophylacium.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/675\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":685,"href":"https:\/\/www.gazophylacium.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/675\/revisions\/685"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gazophylacium.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/638"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gazophylacium.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=675"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}