{"id":1256,"date":"2015-09-16T16:09:23","date_gmt":"2015-09-16T16:09:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gazophylacium.org\/?page_id=1256"},"modified":"2016-09-23T13:28:45","modified_gmt":"2016-09-23T13:28:45","slug":"eroeffnungsgottesdienst-2015","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gazophylacium.org\/?page_id=1256","title":{"rendered":"Er\u00f6ffnungsgottesdienst 2015"},"content":{"rendered":"<h2>&#8222;Wer bin ich eigentlich?&#8220;<\/h2>\n<p>Selfie- (stick) -kultur.<\/p>\n<p><em>\u201eSelfies gibt es ja schon l\u00e4nger\u201c, sagt Jens Ruchatz, Medienwissenschafter und Mitorganisator der Tagung. Doch erst seit etwa 2012\/2013 seien sie ein viel beachtetes Medienph\u00e4nomen. Laut einer US-Medienpsychologin sind digitale Selbstbildnisse unter dem Namen <strong>Selfie<\/strong> erstmals 2004 im Internet aufgetaucht. \u201eZur Popularit\u00e4t hat sicherlich auch beigetragen, dass es das Oxford Dictionary zum <strong>Wort des Jahres 2013<\/strong> gemacht hat, sowie das Oscar-Selfie \u2013 dass also Stars diese Praxis \u00fcbernommen haben\u201c, sagt Ruchatz. &#8230; <\/em><em>\u201eDas Smartphone hat als neuer Produkttyp in fast einzigartiger Weise in den Alltag der Menschen hineingewirkt.\u201c In k\u00fcrzester Zeit seien \u201eneue kulturelle Rituale\u201c entstanden. Das zeige, \u201ewie m\u00e4chtig Dinge sein k\u00f6nnen\u201c. Man k\u00f6nne das unterschiedlich bewerten: \u201eKritisch gesehen k\u00f6nnte man sagen, sie dominieren und manipulieren uns. Positiv betrachtet k\u00f6nnte man sagen, sie sozialisieren uns.\u201c<\/em> (Wolfgang Ullrich, Professor f\u00fcr Kunstwissenschaft und Medientheorie in Karlsruhe, zit. n. Salzburger Nachrichten 22.4.2015)<\/p>\n<p>Dazu ein paar interessante Links:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/menschen\/selfies-ich-knipse-also-bin-ich-12496121.html\">FAZ<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/digitaljournal.zib21.com\/ich-knipse-also-bin-ich\/1396301\/\">Digitaljournal<\/a><br \/>\nEs geht um das Vordergr\u00fcndige und das Hintergr\u00fcndige.<\/p>\n<p>Ein Holzrahmen (2x1m) steht beim Eingang. Im Rahmen auf einem Papierstreifen der Satz: &#8222;Wer bin ich eigentlich?&#8220; (Bild 1)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.gazophylacium.org\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Er\u00f6ff_2015_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1267\" src=\"https:\/\/www.gazophylacium.org\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Er\u00f6ff_2015_01.jpg\" alt=\"Er\u00f6ff_2015_01\" width=\"389\" height=\"286\" srcset=\"https:\/\/www.gazophylacium.org\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Er\u00f6ff_2015_01.jpg 567w, https:\/\/www.gazophylacium.org\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Er\u00f6ff_2015_01-300x221.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 389px) 100vw, 389px\" \/><\/a><br \/>\nDer Rahmen wird von 2 Sch\u00fclern von Station zu Station\u00a0 getragen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ablauf:<\/strong><br \/>\n<em>Lied: Sie wissen alls besser<\/em> (STS)<br \/>\nEinleitung: Zum Thema vom Ambo aus (Selfiestick in der Hand)<br \/>\nLiturg. Er\u00f6ffnung beim Haupteingang (Funkmikro)<br \/>\n1.Rahmen beim Eingang: Urlaub-Ferien-Familie (Text 1)<br \/>\n<em>Lied: Wansted on my way (CSY)<\/em><br \/>\n2. Rahmen rechter Seitenaltar: Gesellschaft (Text 2)<br \/>\n<em>Lied: Father&amp;Son<\/em><br \/>\n3.Rahmen unter der Kanzel: HTL- Schule- Klasse (Text 3)<br \/>\n4.Rahmen hinter dem AMBO:<br \/>\na) Geschichte: Gemeinschaft (Franz Kafka) (Text 4)<\/p>\n<p>b) Bibel: Ps 8<br \/>\nPredigt &#8211;\u00a0 Einsammeln der versch. Gedanken<br \/>\nder Rahmen wird inzwischen vor dem Altar abgestellt<\/p>\n<p><em>Lied: I wish<\/em><br \/>\n5.Rahmen vor dem Altar: F\u00fcrbitten (Text 5)<\/p>\n<p><em>Lied: Vater unser<\/em> (Taizeversion)<br \/>\nSegensgebet<\/p>\n<p><em>Lied: Danke f\u00fcr diesen guten Morgen<\/em><\/p>\n<p>Auszug<\/p>\n<p><strong>Text 1:<\/strong><br \/>\nSelfies sind sehr popul\u00e4r geworden, nicht nur bei v.a. fern\u00f6stlichen Touristen, die sich vor allen m\u00f6glichen Sehensw\u00fcrdigkeiten portr\u00e4tieren sondern auch im allt\u00e4glichen und Freizeitgebrauch. Schnell ein Foto von sich gemacht und ab auf Facebook.<br \/>\nIch knipse mich, also bin ich.<br \/>\nEs ist, als ob ich mich mit einem selfi vergewissern k\u00f6nnte. dass ich existiere oder mich immer wieder aufs Neue einordnen wollte, wer ich eigentlich bin.<br \/>\nDabei ist es nicht unma\u00dfgeblich, ob ich mich alleine ohne Hintergrund, fotografiere oder gemeinsam mit anderen Menschen (Z. B.: Freundin\/Freund) oder vor einem bedeutungsvollen Hintergrund.<br \/>\nDas erste Mal stelle ich mich in Beziehung zu etwas oder Jemand, das andere Mal versinke ich in der Einsamkeit eines verunsicherten Egos.<br \/>\nWie sch\u00f6n war es, als es noch so ging:<br \/>\n\u201eAch bitte, \u2026 entschuldigen sie\u2026\u201c, K\u00f6nnten Sie bitte ein Foto von uns machen?\u201c<br \/>\n\u201eDanke, sehr nett von Ihnen\u201c. \u201eBitte, Bitte, keine Ursache, es war mir ein Vergn\u00fcgen\u201c.<br \/>\n(Anton Strahlhofer)<\/p>\n<p><strong>Text 2:<br \/>\n<\/strong>Fremdes macht Angst. Unbekanntes macht Angst. Das Leid der Anderen macht bedrohliche Angst. Gut, wenn wir uns dieser Angst stellen. Wachsam sind. Den Anderen anschauen. Mensch, wer bist du, woher kommst du?<br \/>\nDann lernt man den Fremden, den Unbekannten, den Anderen und vor allem sich selbst kennen. Und die Angst wird kleiner.<br \/>\nMit der Angst vor dem Leid der Anderen ist es schwieriger. Das ist weniger offensichtlich. Und dennoch sp\u00fcrt man das Leid dahinter, den Wahnsinn, den jemand erlebt hat, wenn er sein Haus unter Bombenhagel verliert, seine Kinder, seine Frau oder Mann oder Freunde sterben \u2013 im Meer versinken sieht.<br \/>\nDer leichte Weg ist zu sagen: Es hat sie ja keiner eingeladen. Sollen sie doch bleiben, wo sie sind &#8211; ihr Land verteidigen. Wir haben damit nichts zu schaffen.<br \/>\nDer nicht so leichte Weg ist zu helfen.<br \/>\nDann gibt es Menschen, die diese Angst benutzen und bewusst sch\u00fcren. Statt sich ihrer eigenen Angst vor dem Fremden \u2013 vor dem Unbekannten in sich \u2013 zu stellen.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend dazu ein Zitat von Bertold Brecht:<br \/>\n<em>\u201eDie B\u00fcrger werden eines Tages nicht nur die Worte und Taten der Politiker zu bereuen haben, sondern auch das furchtbare Schweigen der Mehrheit.\u201c<\/em><\/p>\n<p>(Henrike Gr\u00fcnanger)<\/p>\n<p>Text 3:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Text 4:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.textlog.de\/32081.html\">Gemeinschaft<\/a> von Franz Kafka<\/p>\n<p><strong>Text 5<\/strong>: F\u00fcrbitten<br \/>\nJesus sagt bei Mt: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen (Mt 18,20).<\/p>\n<p>* Dort wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, da beginnt das Ende der Angst &#8211; Wir bitten dich erh\u00f6re uns<\/p>\n<p>* Dort wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, endet unser<br \/>\nSchweigen &#8211; Wir bitten dich erh\u00f6re uns<\/p>\n<p>* Dort wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, da findet auch ein 4., 5., 6. Platz &#8211; Wir bitten dich erh\u00f6re uns<\/p>\n<p>* Dort wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, da bin ich mehr als<br \/>\nein Selfie &#8211; Wir bitten dich erh\u00f6re uns<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Wer bin ich eigentlich?&#8220; Selfie- (stick) -kultur. \u201eSelfies gibt es ja schon l\u00e4nger\u201c, sagt Jens Ruchatz, Medienwissenschafter und Mitorganisator der Tagung. Doch erst seit etwa 2012\/2013 seien sie ein viel beachtetes Medienph\u00e4nomen. 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